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Ein englisches Theaterstück selbst zu erstellen und vor anderen Klassen erfolgreich aufzuführen, hätte im Vorfeld wohl kaum ein Schüler für möglich gehalten. Doch mit Hilfe zweier englischer Muttersprachler aus Indien sowie Neuseeland wurde dies in einer intensiven Englischwoche mit beiden zehnten Klassen möglich. Hierbei standen ausgewählten Themen und die Kommunikation in englischer Sprache im Mittelpunkt.
Die Woche begann mit Spielen, einem Quiz und einer Kennenlernrunde. Dies bot den Schülern die Gelegenheit, beiden Muttersprachlern alle Fragen zu stellen, die sie zu alltäglichen Themen und den Heimatländern interessierten. Sie erfuhren aus erster Hand vom Mount Taranaki sowie den neuseeländischen Haka-Tänzen und konnten dabei in Kultur und Lebensgewohnheiten beider Länder eintauchen. Auch die folgenden Tage begannen mit einem morgendlichen Warm-up und Teambuilding-Aktivitäten. So fielen schrittweise die anfänglichen Hemmnisse der Sprachbarriere und auch in den thematischen Runden gelang es oft, englische Unterhaltungen zu führen, manchmal eher am Rand, auf dem Flur, bei den Erarbeitungen zum Projekt oder bei den englischsprachigen Spielen mit der gesamten Klasse. Die Zusammenarbeit in Kleingruppen
sorgte für einen intensiven Austausch der Schüler miteinander und der Spaß kam dabei auch nicht zu kurz, was nicht zuletzt an den sympathischen Tutoren lag.
Was Mitbestimmung in einer Demokratie bedeutet, erprobten die Schüler an lebensnahen Fragespielen und sie erfuhren damit, wie Meinungsbildung in kleiner Runde abläuft. Mit Abstimmungen zu einzelnen Themen wie „Eis ist besser als Schokolade“ oder „Tanzen ist besser als Fußball “ sahen die Schüler dann direkt, wie ihre Entscheidungen im Sinne einer Demokratie,
Autokratie oder Oligarchie ausfielen. Die Folgen daraus wurden somit deutlich und auch, was mit den dadurch ausgeschlossenen und benachteiligten Personen geschieht. Mehrheitlich wurde schließlich die Demokratie als beste Gesellschaftsform gesehen. Auch aus dem Unterricht
bekannte Persönlichkeiten wurden aufgegriffen, z. B. Mahatma Gandhi, Rosa Parks oder M.L. King. Zusätzlich tauschten sich die Schüler in Kleingruppen und in Form von selbst gestalteten Kampagnen zu Bürgerrechten, Natur- und Artenschutz sowie ökologischer Stadtentwicklung aus. Sie planten eigene Demonstrationen, nutzten Zeigestab und Ein-Meter-Lineal, um ihre Plakate
daran zu befestigen und schließlich setzten sie ihre kreativen Ideen in selbst gedrehten Videos um. Natürlich waren eigene Slogans und englische Plakatsprüche mit dabei.
Durch Mittel des Thüringer Schulbudgets war es möglich, erneut diese Sprachwoche an der Schule durchzuführen, sodass sie damit bereits zum dritten Mal für Schüler des Abschlussjahrgangs der Regelschule Arenshausen stattfindet. Der Anbieter InterAct Englisch aus Berlin vermittelt dazu die Tutoren, die aus aller Welt stammen und derzeit in Deutschland leben, für derartige Schulprojekte an deutschlandweit über 200 Schulen.
Den Wochenabschluss bildeten die gelungenen englischen Theaterstücke, dabei nahm jeder Schüler mit einer eigenen Rolle teil. Im kommenden Jahr soll an diese Erfahrungen angeknüpft werden und das Projekt wieder stattfinden.
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